Projektarchiv 2021/22
Archivseite. PETTASTIC war ein Miniunternehmen im YES Company Programme 2021/22 der Kantonsschule Schaffhausen. Die Hüllen werden nicht mehr hergestellt.

Über uns

PETTASTIC, das sind …

Schülerinnen und Schüler der Wirtschaft-und-Recht-Schwerpunktklasse der Kantonsschule Schaffhausen, die im YES Company Programme 2021/22 ein eigenes Unternehmen gegründet haben. Unser Ziel: ein Produkt, das gleichzeitig Kundinnen und Kunden nützt und die Nachhaltigkeit voranbringt.

«Wir setzten uns das Ziel, ein ökologisches Projekt zu starten. Das ist uns sehr wichtig. Wir wollen der Menschheit auch etwas geben […].»Emanuel Schärer, CTO, im Schaffhauser Bock vom 30. November 2021

Das Team

Das Mini-Unternehmen PETTASTIC mit Jury-Mitglied Matthias Käch, Bahnhofhalle Zürich, 4. Juni 2022. V. l. n. r.: Lilly, Deborah, Matthias Käch, William, Emanuel. Foto: IGE
Das Mini-Unternehmen PETTASTIC mit Jury-Mitglied Matthias Käch, Bahnhofhalle Zürich, 4. Juni 2022. V. l. n. r.: Lilly, Deborah, Matthias Käch, William, Emanuel. Foto: IGE
Lilly Springweiler

Lilly Springweiler

CEO
Deborah Jahn

Deborah Jahn

CPO
William Wuillemin

William Wuillemin

CAO
Emanuel Schärer

Emanuel Schärer

CTO

Unsere Story

Alles begann im Frühling 2021. Unsere CPO Deborah Jahn besuchte einen ETH-Anlass, an dem Studierende ein Roboterboot vorstellten, das Plastikmüll aus Gewässern fischt. Sie fragte sich, was man mit diesem «Müll» machen könnte, und fand zunächst keine Antwort.

Ende Juni 2021 schlug uns unser Lehrer Christoph Tschaggelar vor, beim YES Company Programme mitzumachen. Nach vielen Ideen, darunter eine Strömungsturbine an den Weidlingsplätzen am Rhein und Handyhüllen aus Karbonfasern, kam Deborah auf ihre Frage zurück. Was kann man aus Müll machen? Handyhüllen!

Michael Jahn, der eine Niederlassung der Phoenix Mecano in Stein am Rhein leitet, ermöglichte uns erste Tests. Ende September entstand der allererste Prototyp, noch eine Flasche, die um ein Handy gestülpt wurde. Die zweite Generation war zweiteilig und noch zu dünn, kam an unserer Eröffnungsfeier am 16. November aber trotzdem sehr gut an.

Kurz darauf meldete sich Dr. Ulrich Daum, promovierter Polymerchemiker der ETH mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Kunststoffbranche. Am 27. November lösten wir mit ihm innerhalb von drei Stunden beide Hauptprobleme. Die Hülle wurde doppelschichtig und stabil. Am 30. November folgte der Laser für saubere Ausschnitte. Danach optimierten wir die Produktion, bis aus über 25 Minuten pro Hülle ein effizienter Ablauf wurde.

Erster Prototyp: eine PET-Flasche um ein Handy
Erster Prototyp: eine PET-Flasche um ein Handy
Prototyp der zweiten Generation
Prototyp der zweiten Generation

So entstand eine Hülle

  1. SammelnGebrauchte PET-Flaschen aus der Mensa der Kantonsschule und von der Altra Schaffhausen.
  2. ReinigenDie Altra Schaffhausen wusch die Flaschen hygienisch und bereitete sie vor.
  3. FormenDie Flaschen werden mit Wärme in einen plastischen Zustand gebracht und geformt. Das Verfahren blieb unser Betriebsgeheimnis.
  4. LasernEin Laser schneidet die Kamera- und Tastenausschnitte und verbindet die Schichten.

Partner und Unterstützung

Dr. sc. nat. (ETH) Ulrich Daum

Polymerchemiker und Experte für Kunststofftechnologie. Beriet uns in unserer Produktion und entwickelte die Hülle mit uns weiter.

Altra Schaffhausen

Beschäftigt Menschen mit Beeinträchtigung im zweiten Arbeitsmarkt. Übernahm die Reinigung und Vorbereitung der Flaschen, ganz im Sinne sozialer Nachhaltigkeit.

Phoenix Mecano, Stein am Rhein

Ermöglichte uns Tests und die Produktion in ihren Räumlichkeiten.

Kantonsschule Schaffhausen

Unsere Schule. Die Mensa, betrieben von der Stiftung Impuls, lieferte die PET-Flaschen.

Young Enterprise Switzerland

Das Company Programme gab uns den Rahmen, ein Jahr lang ein echtes Unternehmen zu führen.

littl’ shop of ethics

Ein nachhaltiger Laden beim Fronwagplatz in Schaffhausen, in dem unsere Hüllen erhältlich waren.